Laufrollen Teleskopschienen TLR, TLRX

Die TLR Teleskopschienen sind weltweit die einzigen Schienen, die einen Parallelitätsausgleich vornehmen können. Bei paarweisem Einsatz sorgt dieses Merkmal für einen absolut verspannungsfreien Bewegungsablauf. Die spielfreien Teleskope werden üblicherweise mit automatisierten Antrieben gekoppelt. Gerade bei hoher Zykluszahl oder unterschiedlicher Hubbewegung eignen sich die Laufrollen geführten Teleskope im Besonderen, da keine Relativbewegungen anderer Komponenten z.B. von Kugelkäfigen stattfinden. Die Basis der Auszüge beruht auf doppelreihigen Kugellagern und gehärteten und gehonten Laufschienen. Bei hoher Lastaufnahme und in voll ausgefahrenem Zustand bietet das System minimale Durchbiegung mittels biegesteifem S-Zwischenprofil. Die Laufrollen Teleskopschienen sind mit Schmiereinheiten und Abstreifern versehen und garantieren dadurch einen minimalen Wartungsaufwand und eine lange störungsfreie Betriebsdauer. Die Laufrollen werden entsprechend der Belastungsrichtung spielfrei und vorgespannt
eingestellt. Dadurch ergibt sich bei dem paarweisen Einsatz eine rechte und eine linke Ausführung. Die TLR Serie eignet sich hauptsächlich für horizontale Bewegungsabläufe, bei denen es auf Präzision, Schnelligkeit und reibungsarmen Verlauf ankommt. Der axiale Zwischenelement zusätzliche Biegekräfte und Drehmomente auf die Laufrollen ausgeübt werden.


TLRX Komponenten aus edelstahl gegen Rosteinwirkungen

Für Reinraumbedingungen und den Einsatz bei akuter Rostgefahr empfehlen wir Komponenten aus Edelstahl. Die Laufrollen, Zwischenelemente, Schrauben usw. sind ebenfalls aus Edelstahl. Die Laufschienen sind mit dem speziellen T RACE NOX Verfahren korrosionsgeschützt behandelt.


Auszug und Hub

Die TLR Schienen weisen einen höheren Hub im Verhältnis zur Schienenlänge auf. Die bauseitige Befestigungsschiene ist mit einem längeren Läuferpaket ausgestattet, da die obere Schiene die Hauptbelastung aufnehmen muss. Dadurch ergibt sich eine asymmetrische Aufteilung der Auszugsschienen. Die Laufschiene an der unteren Seite hat eine größere Hubbewegung mit entsprechend kürzerem Laufrollenabstand. Dadurch ergeben sich bei der Bestellbezeichnung auch die Varianten TLRD (rechte Ausführung) und TLRS (linke Ausführung). Die angegebenen Tragzahlen beziehen sich auf die Einzelschiene, d.h. die Tragzahl verdoppelt sich bei paarweiser Anordnung.


Selbsteinstellung

Bei der paarweisen Anordnung können aufgrund von Montageungenauigkeiten oder unbearbeiteten Anschraubflächen Parallelitätsfehler entstehen. Die dadurch herbeigeführten Verspannungen führen zu Schwergängigkeit und unsauberem Laufverhalten. Gerade Kugelkäfig geführte Teleskopschienen verzeihen diesen Sachverhalt nur geringfügig und ein ruckelhafter und ungleicher Bewegungsablauf kann die Folge sein. Durch eine Pendellagerung in den Teleskopschienen können axiale Fluchtungsfehler kompensiert werden. Die Laufrollengeometrie mit einem breiten Führungssteg passt sich den unparallelen Verhältnissen an und sorgt mit axialer Bewegungsfreiheit für einen Ausgleich. Das gleiche Fest-/Loslagerprinzip wird auch bei den Führungen der MONORACE Serie genutzt. Im praktischen Einsatz empfehlen wir das Fest-/Loslagerprinzip bei einem Mittenabstand der Teleskopschienen über 1,5 bis ca. 4 m einzusetzen. Für näher zusammenliegende Teleskopschienen raten wir zum Einsatz von Standardschienen ohne axialen Fluchtungsfehlerausgleich. Durch die Verwendung von Pendellaufrollen verringert sich die Steifigkeit, da das System schwimmend gelagert ist, was unter bestimmten Umständen auch nachteilige Auswirkungen mit sich bringen kann. Die Laufrollen geführten Teleskopschienen können einzeln oder paarweise eingesetzt werden.Eine ausschließlich axiale Belastung oder ein liegender Einbau sollten vermieden werden. Auf Seite 26 erhalten Sie weitere Informationen über Länge, Tragzahl und weitere technische Details. Unser technischer Kundendienst steht Ihnen für Fragen und Unterstützung in der Anwendung gerne zur Verfügung.